Barockes Idyll und Grablege Götz von Berlichingens

Kloster Schöntal

Ein beeindruckendes Lebenswerk

Benedikt Knittel

Die Amtszeit von Abt Benedikt Knittel (1650–1732) betrug stolze 49 Jahre. Während seiner Amtsperiode wurde das Kloster im barocken Stil geformt. Auch die zahlreichen Verse, die über die gesamte Klosteranlage verteilt sind, gehören zum Lebenswerk des vielseitig begabten Abtes.

Außenansicht der doppeltürmigen Barockkirche von Kloster Schöntal; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Sven Grenzemann

Knittel brachte den Barock nach Schöntal.

Welche Spuren hinterliess Abt Knittel in Schöntal?

Johannes Knittel legte bereits im Alter von elf Jahren das Ordensgelübde in Schöntal ab und erhielt den Klosternamen Benedikt. Am 6. Juli 1683 wurde er zum Abt von Schöntal gewählt. Genau 49 Jahre dauerte seine Amtszeit, die das Kloster Schöntal nachhaltig prägte. Knittel war der Bauherr der barocken Klosterkirche, deren Vollendung er selbst nicht mehr erlebte. Auch der Bau der Heilig-Grab-Kapelle auf dem Kreuzberg geht auf Abt Knittel zurück.

Welche Verdienste hatte Benedikt Knittel?

Abt Knittel sorgte dafür, dass das Kloster wirtschaftlich aufblühte und sich so seine politische Unabhängigkeit bewahrte – als reichunmittelbares Kloster war es lediglich dem Kaiser unterstellt. Er gab selbst bei rechtlichen Differenzen mit mächtigen Gegnern wie dem Stift Würzburg nicht klein bei. Die Klostergebäude ließ er schlossartig ausbauen und demonstrierte damit die Macht seines Klosters. Außerdem schrieb der Abt die bekannten „Knittel-Verse“, die noch heute im Kloster allgegenwärtig sind.

Knittels Verse sind überall im Kloster verteilt.

TIPP

Achten Sie bei einem Klosterrundgang auf die zahlreichen „Knittel-Verse“. Das Grabmal von Benedikt Knittel finden Sie hinter dem Chorgitter der Klosterkirche.

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