Das sehenswerteste Frauenkloster der Zisterzienser

Kloster Heiligkreuztal

Das erste Gotteshaus in Heiligkreuztal

Die Bruderkirche

mit Nonnenempore

Die Bruderkirche wird als Urkirche von Heiligkreuztal bezeichnet: Sie war zuerst erbaut worden. Von der Bruderkirche aus ragt die Nonnenempore, das Kernstück des Nonnenklosters, in die Klosterkirche. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Empore evangelischer Gottesdienstraum.

Luftaufnahme des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Kloster- und Bruderkirche bilden eine Einheit.

Spätromanische Bruderkirche

Die Bruderkirche schließt im Westen an die Klosterkirche an. Sie war die erste Kirche in Kloster Heiligkreuztal. Ihr Untergeschoss war einstmals den Laienbrüdern als Gebetsraum vorbehalten. Darüber liegt die Empore für die Nonnen. Schon kurz nach ihrer Fertigstellung in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Bruderkirche wohl durch eine kleine, wahrscheinlich dreischiffige Basilika ergänzt. Heute ist in der Bruderkirche ein Museum zur Klostergeschichte untergebracht.

Die Nonnenempore in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Die Nonnenempore.

Die Nonnenempore fürs Gebet

Seit circa 1530 ragt die Nonnenempore weit in das Innere der Klosterkirche hinein. Hier trafen sich die Nonnen zum Stundengebet, doch war der Platz stets sehr beengt. Äbtissin Veronika von Rietheim behob den Platzmangel, indem sie eine Vorempore errichten ließ, die über eine Wendeltreppe erreicht werden konnte. Die Brüstung der Nonnenempore ist mit Ornamenten sowie mit den farbig gefassten Wappen des Zisterzienserordens auf der linken Seite und dem der Bauherrin auf der rechten Seite geschmückt.

Nonnenempore mit Chorgestühl in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Chorgestühl der Nonnenempore.

Prächtiger Höhepunkt: das Chorgestühl

Besonders beeindruckend ist das umlaufende Chorgestühl von Martin Zey, dem „Schreiner zu Riedlingen“, aus dem Jahr 1532. Es hat 44 Sitze und ist mit Menschen- und Tierköpfen sowie Masken und Wappen verziert. Obwohl es für den Chor angefertigt worden war, wurde das Gestühl ein Jahr später auf die Nonnenempore versetzt – heute zählt es zu den besonderen Sehenswürdigkeiten des Klosters.

Die Nonnenempore weist viele sehenswerte und detailierte Verzierungen auf.

Detail der Verzierung der Nonnenempore in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Markus Schwerer

Arbeiten von Joseph Anton Feuchtmayer.

Filigrane Stuckaturen

Ein weiterer Höhepunkt der Nonnenempore ist die filigrane, farbenprächtige Verzierung an Wänden und Decken. Sie wurde 1729 von dem berühmten Stuckateur Joseph Anton Feuchtmayer geschaffen. Zu sehen sind Medaillons, Bandelwerk, Blütengewinde, Akanthusblätter und Muscheln, die die Deckengemälde dezent und leicht bewegt umspielen.

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