Doppeltürme der Barockkirche von Kloster Schöntal

Kunstvoller barocker Rahmen für den Gottesdienst

Die Klosterkirche

Die barocke Doppelturmfassade und die prunkvolle Ausstattung der Klosterkirche Schöntal sind sehr markant. Doch sie entsprechen nicht der für Zisterzienser vorgeschriebenen einfachen Bauweise: Abt Knittel als Bauherr hatte zu Beginn des 18. Jahrhunderts andere Vorstellungen.

Doppeltürmige Barockkirche von Kloster Schöntal

Die fertig gestellte Kirche wurde 1736 geweiht.

Abt Knittel treibt den Kirchenbau voran

Mit der Planung der Klosterkirche beauftragte Abt Knittel den Architekten Johann Leonhard Dientzenhofer. Obwohl dieser 1707 starb, konnte der Neubau ab 1708 nach seinen Plänen beginnen. Der Entwurf von Dientzenhofer sah eine dreischiffige Hallenkirche mit Doppeltürmen vor. Innen verkörpern 300 figürliche Darstellungen ein Bildprogramm zu verschiedenen Themen des christlichen Glaubens. Bis 1727 war die Ausstattung der dreischiffigen Hallenkirche vollendet. Die fertig gestellte Kirche wurde 1736 geweiht.

Innenansicht der Klosterkirche Schöntal; Foto: Foto Besserer

Alles andere als schlicht: die barocke Kirche.

Der barocke Kirchenraum

In der barocken Klosterkirche ist alles aufeinander abgestimmt: die Fresken, die Stuckornamente, die Skulpturen und die Altäre aus Alabaster – die Ausstattung bietet einen prachtvollen Rahmen für Gottesdienste. Der Hochaltar im Chor bildet den Höhepunkt der architektonischen Inszenierung. Der so schmuckvoll ausgestaltete Kirchenraum repräsentierte für Abt Knittel und seine Mönche ihr florierendes Kloster – vom zisterziensischen Gebot der Schlichtheit hatten sie sich damit weit entfernt.

Der Hochalter im Chorraum der Klosterkirche Schöntal; Foto: Foto Besserer

Der Innenraum ist ein Kunsterlebnis für Besucher.

Bekannte Kunstwerke

Das Auge Gottes, das von oben auf die Kirchenbesucher schaut, das Heilige Grab hinter dem Chorgitter oder der Hochaltar mit der Darstellung der Himmelfahrt Mariens zählen zu den bekannten Kunstwerken. Außerdem sind Porträts historischer Persönlichkeiten zu sehen: die lebensgroßen Denkmale des Klosterstifters Wolfram von Bebenburgs und von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Zwei ebenso große Bronzeskulpturen, zwischen 1424 und 1428 in Nürnberg gegossen, zeigen Konrad von Weinsberg und seine Frau Anna.

Strahlenkranzmadonna auf dem Dach der Klosterkirche Schöntal; Foto: Foto Besserer

Die Strahlenkranzmadonna krönt das Dach.

Innen und aussen: beeindruckende Architektur

Das reich dekorierte Eingangsportal unter den imposanten Türmen oder die Tiergruppe an der Nordfassade sind zwei Beispiele für die beeindruckende Wirkung der Außenfassade. Auf dem Dach der Kirche steht eine Strahlenkranzmadonna, die sich nach dem Wind dreht. Die barocke Klosterkirche, die mit Ausnahme der drei Orgeln von größeren Veränderungen oder Zerstörung verschont blieb, wurde 1807 zur katholischen Pfarrkirche.

Kuppel der Klosterkirche Schöntal; Foto: Foto Besserer

Das Auge Gottes wacht über den Besuchern.

Fragen Sie bei einer Führung durch die Klosterkirche nach dem Auge Gottes und lassen Sie sich das Heilige Grab hinter dem Chorgitter zeigen. Bei einem Gottesdienstbesuch in der Osterzeit erleben Sie christliche Kirchentradition.

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