Bedeutende Klosteranlage vor eindrucksvoller Kulisse

Kloster Hirsau

Aus fernen Landen

Die andalusische

Madonna

Ein häufig verwendetes Bildmotiv aus der katholischen Liturgie findet man auch in der ehemaligen Klosterkirche St. Aurelius in Hirsau: die thronende Maria. Die mittelalterliche Skulptur ist ein Heiligtum der besonderen Art.

Andalusische Madonna im Kloster Hirsau, Foto: Stephan Kohls

Auf einem Gesimsstein versteckt.

Unscheinbar und ausdrucksstark

Sie steht in einem der beeindruckendsten Bauwerke Württembergs und kann von Besuchern leicht übersehen werden. Nahezu unscheinbar thront die spanische Madonnenfigur im linken Seitenschiff der Kirche St. Aurelius auf einem Gesimsstein des zerstörten Klosters. Wie die hölzerne Skulptur aus dem frühen 15. Jahrhundert nach Hirsau gelangte, ist nicht mehr bekannt. Wer sie jedoch entdeckt, lässt sich schnell in den Bann ziehen von ihrem ausdrucksstark geschnitzten Gesicht. Für die Darstellung von Maria als „Sitz der Weisheit“ entstand im 12. Jahrhundert ein eigener Bildtypus. Er fand vor allem in Spanien weite Verbreitung und ist charakterisiert durch die Darstellung der sitzenden Maria mit dem Jesuskind auf dem Schoß. Maria ist wie ein Thron, auf dem Jesus, der die Weisheit Gottes verkörpert, sitzt.

Die andalusische Madonna ist im Seitenschiff der Kirche zu finden und kann leicht übersehen werden.

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