Chorfenster in der Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Eine der schönsten in Oberschwaben

Die Klosterkirche

Die dreischiffige Kirche konnte 1319 zu Ehren Mariens und des Heiligen Kreuzes geweiht werden. Schon in dieser Zeit hatte sie eine kostbare Ausstattung mit dem großen farbigen Chorfenster erhalten. Im 16. und 18. Jahrhundert kamen qualitätsvolle Wandmalereien und Altäre hinzu.

Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Die Kirche – Eleganz und Schlichtheit.

Eleganter und schlichter Bau

Mit dem spitzen Dachreiter gibt sich die Klosterkirche schon von Weitem als typischer Zisterzienserbau zu erkennen. Das Äußere der Klosterkirche zeichnet sich durch elegante, schlanke und aufwärtsstrebende Formen aus, wie beispielsweise das hohe, sattelgedeckte Mittelschiff mit Strebepfeilern und Fenstern in der oberen Zone. Einzige Verzierung ist der schlichte Rundbogenfries unter der Dachrinne und an den beiden Dachgiebeln – die sehr zurückhaltende Verzierung gilt ebenfalls als typisch für Zisterzienserkirchen. 

Innenraum der Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Ein altehrwürdiger Sakralraum.

Hell und luftig – das Kircheninnere

Im Inneren trennen massive kreuzförmige Arkadenpfeiler die niedrigen Seitenschiffe vom Mittelschiff, das dadurch umso höher wirkt. Das Mittelschiff wird bekrönt von einem feinen Netzgewölbe mit farbig gefassten Schlusssteinen und bemalten Gewölben. Auffällige Raumgestaltung: Die Nonnenempore, auf der die Nonnen am Chorgebet teilnahmen, ragt weit in das Mittelschiff hinein. Doch der eindeutige Blickfang im Kircheninneren ist das große, vierbahnige Fenster im Chor.

Chorfenster in der Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Grandiose Fenster zum Lob Gottes.

Das Chorfenster: farbenprächtig und einzigartig

Obwohl der Zisterzienserorden keinen aufwendigen Kirchenschmuck duldete, gab es seit 1256 immer wieder Ausnahmen. Dazu zählt sicher das große Maßwerkfenster im Chor – heute gehört es zu den bedeutendsten südwestdeutschen Kirchenfenstern des frühen 14. Jahrhunderts. Die bunten Glasmalereien fertigte eine Konstanzer Werkstatt um 1312 an. Zu sehen sind Maria und verschiedene Heilige sowie die Stifterfigur der Äbtissin Elisabeth von Stephelm, gestorben 1312.

Detail des Chorfensters in der Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer
Detail des Chorfensters in der Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer
Detail des Chorfensters in der Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Die kostbaren Glasmalereien entstanden um 1312.

Christus-Johannes-Gruppe, Holz, um 1320, Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Christus-Johannes-Gruppe, um 1320.

Kostbare Altäre, Figuren und Malereien

In der Kirche sind prachtvolle Altäre aus der Zeit der Renaissance und des Barock zu entdecken. Herausragend ist die um 1320 entstandene Christus-Johannes-Gruppe. Die ältesten Wand- und Deckenmalereien wurden bis 1319 ausgeführt. Die Fresken an den Chorwänden und an den Gewölben des Mittelschiffs entstanden um 1533. Sie gehören zu den wichtigsten Werken des sogenannten „Meister von Meßkirch“, einem hochkarätigen Maler aus Schwaben, dessen Identität die Forschung noch nicht endgültig geklärt hat.

Die wunderschöne Darstellung der Muttergottes mit dem Jesuskind im großen Chorfenster entdecken Sie auf der linken Fensterbahn unter dem obersten Baldachin.

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