Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Architektonische Entdeckungsreise

Die Gebäude

Die vierflügelige Klosteranlage von Heiligkreuztal ist ausgezeichnet erhalten. Ihr Aussehen ist weitgehend von den spätgotischen Aus- und Umbauten unter den Äbtissinnen Anna III. Gremlich und Veronika von Rietheim geprägt.

Klosterkirche St. Anna des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Blick auf das grandiose östliche Chorfenster.

Zwei Kirchen als Mittelpunkt

Die hochgotische ehemalige Klosterkirche sticht trotz ihrer eher schlichten Bauweise aus der Anlage hervor. Im Westen schließt an die heutige Klosterkirche die „Bruderkirche“ an. Sie diente den Nonnen als ein erstes Gebetshaus, wurde aber recht bald durch eine kleine Basilika, den Vorgängerbau der heutigen Klosterkirche, ergänzt. Die spätromanische Klosteranlage war 1242 vollendet. Die Klosterweihe nahm der Zisterzienserbischof Sibito von Augsburg jedoch erst 1256 vor.

Kreuzgang des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Blick in den Kreuzgang des Klosters.

Spätgotische Umbauten

Noch vor 1315 legte ein Meister Konrad mit Laienbrüdern und Werkleuten den Grund für die heutige Klosterkirche, eine dreischiffige, ursprünglich flachgedeckte Pfeilerbasilika. Mit dem Bau der Klosterkirche wurde auch die Klausur umgebaut, erweitert und neu ausgeschmückt. Das heutige Erscheinungsbild der Klosterkirche wurde jedoch erst bei den spätgotischen Erneuerungen im 16. Jahrhundert festgelegt. Kirche und Kreuzgang erhielten Maßwerkfenster, die Decken wurden gewölbt und mit Pflanzenornamenten bemalt.

Blüte des Klosterlebens im Barock

Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte das Kloster eine Zeit der Blüte und die Anlage dehnte sich aus. 1652 entstand östlich des Klausurgebäudes ein neues Äbtissinnenhaus und 1686 eine Apotheke mit Krankenzimmern. Dazu kamen weitere Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude. 1699 wurde die Klosterkirche mit einem neuen Außenportal für Laien versehen und der Frauenchor auf eine Empore verlegt, die sogenannte Nonnenempore. Um dieselbe Zeit erneuerten Handwerker den Zellentrakt und den Konventbau.

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