Blick in das Klostermuseum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal

Sammlung sakraler Kunst

Das Museum in der Bruderkirche

Das Museum in der Bruderkirche präsentiert viele Besonderheiten sakraler Kunst aus der Heiligkreuztaler Klosterkirche. Ein Schwerpunkt der Ausstellung sind kostbare Fassungen für Reliquien, die von den Nonnen selbst hergestellt worden waren.

Monstranz aus Bergkristall im Museum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Das Museum in der Bruderkirche besteht seit 1994.

Raritäten sakraler Kunst

In der spätromanischen Bruderkirche sind sakrale Kunstwerke zu sehen, die unter dem Thema „Glaubenszeugnisse frommer Frauen – Religiöse Kunst im Kloster Heiligkreuztal“ zusammengestellt worden sind. Alle Exponate gehörten zur Ausstattung der ehemaligen Klosterkirche und stammen überwiegend von lokalen und oberschwäbischen Künstlern. 

Multscher-Kruzifix im Museum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Spätgotisches Kruzifix, um 1430 geschaffen.

Eine Kostbarkeit: das Kruzifix

Eines der künstlerisch wertvollsten Stücke der Sammlung ist ein hölzernes Kruzifix aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Es stammt aus einer Ulmer Werkstatt, die stilistisch im Umkreis des berühmten Bildhauers Hans Multscher zu finden ist. Besonders beeindruckend an der Christusfigur sind die plastische Ausarbeitung anatomischer Details wie Rippenbogen, Schulter- und Bauchpartie. Die farbige Fassung ist original und konnte in mühevoller Restaurierungsarbeit unter mehreren späteren Bemalungen freigelegt werden.

Detail des Prager Jesuleins im Museum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

In ganz Europa verbreitete Kopien.

Volkstümliches Andachtsbild

Ein weiteres Glanzstück der Sammlung ist das sogenannte „Prager Jesulein“. Seit dem 17. Jahrhundert wurde diese Wachsfigur des Jesuskindes in Prag von Gläubigen verehrt. Sie wurde als Andachtsbild im 18. Jahrhundert häufig kopiert und fand in ganz Europa Verbreitung. Die Heiligkreuztaler Wachsfigur ist äußerst kostbar gekleidet und befindet sich in einem verglasten Holzschrein mit aufwendigen Schnitzereien aus der Rokoko-Zeit. Wie das Kloster damals zu seiner Kopie kam, ist nicht bekannt.

Teil der liturgischen Gewänder im Museum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Kostbare liturgische Gewänder.

Heiligkreuztaler Klosterarbeiten

Zu sehen sind über 50 Kunstwerke, darunter Gemälde, Skulpturen, Gold- und Silbergefäße aus der ehemaligen Klosterkirche. Besonders beeindruckt der originale Paramentenschrank von 1608, in dem liturgische Gewänder ausgestellt sind. Eine Besonderheit in der Ausstellung sind die sogenannten „Heiligen Leiber“, Gebeine von römischen Katakombenheiligen. Außerdem können von den Nonnen selbst hergestellte kostbare Reliquiare, Behälter für Reliquien, bewundert werden.

Katakombenheiliger im Museum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer
Messkelch im Museum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer
Skulptur Guter Hirte im Museum in der Bruderkirche des Klosters Heiligkreuztal; Foto: Markus Schwerer

Kostbare Kunstwerke, Reliquiare, aber auch Skelette römischer Katakombenheiliger im Klostermuseum.

Unter den kostbar gestalteten Reliquiaren sehen Sie die barocke Strahlenmonstranz, die die Reliquie mit einem kleinen Teil des Kreuzes Christi enthält – nachdem das Kloster diese Reliquie geschenkt bekommen hatte, nannte es sich Heiligkreuztal.

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