Yburg mit malerischer Nachtbeleuchtung

Schwarze Magie und Experimente

Alchemisten auf der Yburg

Vor seinen Widersachern aus Baden-Durlach flüchtete Eduard Fortunat 1594 auf die Yburg, wo er Alchemie und Falschmünzerei betrieb – so sagt es die Überlieferung. Ernsthafte Texte sprechen davon ebenso wie Sagen. Den Wahrheitsgehalt kann man heute kaum noch prüfen.

Besucher der Yburg

Noch heute gibt es viel zu entdecken.

Zwei Italiener als Helfer

Zwei Italiener waren Eduards Fortunats Handlanger, in vielerlei – unrühmlicher – Hinsicht. Zusammen mit Muscatello von Chio und Paolo Pestalozzi von Chiavenna soll er 1594 auf der Yburg alchemistische Experimente gemacht haben. Man hoffte, den „Stein der Weisen“ zu finden – jene legendäre Substanz, von der man glaubte, man könne mit ihr unedle Metalle in Gold oder Silber verwandeln. 

Bildnis Ernst-Friedrichs von Baden-Durlach

Ernst-Friedrich von Baden-Durlach.

Falschmünzerei

Nachdem die Experimente nicht fruchteten, soll Eduard Fortunat falsche Münzen hergestellt haben – das warf ihm sein Widersacher Ernst Friedrich von Baden-Durlach vor. Erhalten haben sich solche „falschen“ – wohl mit zu geringem Edelmetallgehalt geprägten – Münzen nicht, und so bleibt dieser Vorwurf letztlich im Dunkeln. Kein Wunder, dass Eduard Fortunat seinen Vetter aus Baden-Durlach hasste, schließlich hatte er 1594 die Markgrafschaft Baden-Baden besetzt.

Mauer der Yburg

Sagen und Geschichten umkreisen die Mauern.

Schwarze Magie

Um Markgraf Ernst Friedrich zu töten, versuchte man es auch mit schwarzer Magie. Die drei schufen eine Statue von ihm aus Wachs, sprachen Zauberformeln und schossen darauf. Die Kugel ging mitten durch das Herz der Figur. Wenn man das Ebenbild zerstörte, würde auch der Markgraf das Zeitliche segnen, hofften die Täter. Tatsächlich hörte man plötzlich einen Schrei, so berichtet es die Sage. Die hübsche, von Eduard umschwärmte Tochter des Burgverwalters hatte hinter der Tür gelauscht und war Opfer der Kugel geworden …

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