Luftansicht der Yburg

Hoch oben auf dem Bergkegel

Die Anlage

Die Yburg bestand aus zwei separaten Teilen, der Westburg und der Ostburg. Gut erhalten ist der Bergfried, der mächtige Turm im Westen – heute lockt er mit seiner Aussichtsplattform.

Außenmauer der Yburg

Eine steile Hürde für Angreifer.

Ringmauer und Zwinger

Die Burganlage betritt man durch den Torzwinger, einst eine speziell eingebaute Hürde für Angreifer. Wer bis hierher vorgedrungen war, den konnte man vom Ostteil der Burg aus beschießen. Das gesamte Areal ist von einer Ringmauer umgeben. Sie passt sich der Ellipsenform des Ybergs an – ein Porphyrkegel, wie man sie rund um Baden-Baden häufig findet. Die Mauer bestand wohl seit den Anfängen der Burg im späten 12. Jahrhundert in ihrer gesamten Länge – die Gebäude im Osten wurden erst später errichtet. 

Der westliche Bergfried aus Vogelperspektive

Ein luftiger Ausblick in 20 Metern Höhe.

Der westliche Bergfried

Der 20 Meter hohe Bergfried im Westen ist der älteste Teil der Anlage. Eine Felskuppe bildet sein Fundament, darüber erhebt sich das Mauerwerk aus Porphyrquadern. Der Turm war Ausguck für die Wachen. Sein ursprüngliches Portal liegt neun Meter hoch, denn theoretisch diente ein Bergfried auch als letzter Rückzugsort. Vorrangig aber war wohl seine repräsentative Bedeutung. Heute lohnt sich der Ausblick von oben: auf die Orte Neuweier, Steinbach und Varnhalt, aber auch auf den Schwarzwald und das Rheintal.

Wohnbauten

Für Ausflügler wurde 1892 die Gaststätte errichtet – im rustikalen Stil eines Forsthauses. Einst stand in diesem Bereich vermutlich ein Palas, der Wohnbau der Westburg. Ein weiteres Wohngebäude, das in Resten erhalten ist, lag in der Ostburg, die früher durch eine Mauer abgetrennt war. Auch hier gab es einen Bergfried. Heute ist er nur noch ein hoch aufragendes Fragment: Mehrere Blitzschläge haben ihm im Lauf der Jahrhunderte zugesetzt.

Ausblick von der Yburg

Ein grüner Panoramablick.

Verbinden Sie den Besuch der Burg mit einem Spaziergang durchs Rebland. Ende März blühen hier die Mandelbäume, im April die Obstbäume und im Herbst färben sich die Reben leuchtend gelb und rot.

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