Hohenstaufen und Rechberg – zwei der drei Kaiserberge

Auf den Spuren der Staufer

Dossier: Der Hohenstaufen im Stauferland

Zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd liegt das Stammland der Staufer, dessen Wahrzeichen die drei Kaiserberge sind. Um den Hohenstaufen gruppieren sich historische Orte und Bauwerke, die Zeugnis von der herausragenden Bedeutung der Stauferdynastie im Mittelalter ablegen.

Tumba im Mittelschiff der Klosterkirche Lorch; Foto: Ulrich Rund

Die Tumba im Mittelschiff.

Kloster Lorch als Grablege der Staufer

Zwölf Kilometer vom Hohenstaufen entfernt, stifteten der erste Stauferherzog Friedrich I. und seine Frau Agnes das Benediktinerkloster. Um 1140 wurde die Klosterkirche für einige Jahrzehnte zur Grablege der Staufer. Irene von Byzanz ist die berühmteste Stauferin, die hier vor über 800 Jahren bestattet wurde. Aus der Gründungszeit des staufischen Hausklosters stammen das eindrucksvolle Langhaus und der Westbau der Kirche. Im Kapitelsaal illustriert seit dem Jahr 2002 ein großes Rundbild die Zeit der Staufer. 

Luftaufnahme  von Burg Wäscherschloss

Gut erhalten: Burg Wäscherschloss.

Zum Schutz des Hohenstaufen: Burg Wäscherschloss

Von den zahlreichen Burgen um den Hohenstaufen herum ist die kleine Burg Wäscherschloss über dem Beutental am vollständigsten erhalten. Sie diente dazu, den staufischen Stammsitz zu sichern und zu überwachen. Burgherr war ab 1271 Konrad der Wascher, ein Ritter aus der Burgmannschaft des Hohenstaufen und ein Enkel von Egeno von Staufen. Die Burg besteht aus einem Wohngebäude mit Fachwerkaufbau und einer schützenden Mauer, die den trapezförmigen Hof umschließt. 

Romanische St. Johanniskirche in Schwäbisch Gmünd.

Die Stauferstädte Schwäbisch Gmünd und Göppingen

Etwa acht Kilometer vom Wäscherschloss entfernt liegt Schwäbisch Gmünd, das 1162 durch die Staufer gegründet wurde. Die Stadt ist heute noch ein eindrückliches Zeugnis staufischer Architektur. Göppingen ist ebenfalls eine Staufergründung. Zwischen 1230 und 1250 erfolgte die Erhebung zur Stadt. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde aus der Reichsstadt eine württembergische Landstadt. Heute ist in Göppingen die staufische Geschichte allgegenwärtig: Sie nennt sich „Hohenstaufenstadt“ und pflegt ihr historisches Erbe.

Sehenswertes entlang der „Strasse der Staufer“

Als Stauferland gilt das Gebiet im Vorland der Schwäbischen Alb, zwischen Fils und Rems, zwischen Schwäbisch Gmünd, Göppingen und Aalen. Weithin sichtbar sind die beeindruckenden Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen. In der Umgebung des Hohenstaufen gibt es noch über 60 Burgen, von denen neun als Ruinen größtenteils erhalten sind. Die 300 Kilometer lange Touristikroute „Straße der Staufer“ führt zu wichtigen staufischen Bauten, etwa Kloster Lorch, Burg Wäscherschloss oder Kloster Adelberg.

Panoramabild des Hohenstaufen; Foto: Rolf Schwarz

Aussicht auf einen Landstrich mit zahlreichen Burgen und Erinnerungen an die Staufer.

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