Stauferstele auf dem Hohenstaufen; Foto: Stadtmarketing Stadt Göppingen

Erinnerung an die Staufer

Verborgener Schatz: Die Stauferstele

Ein Denkmal erhielt im Jahre 2002 seinen Platz auf dem Hohenstaufen: die Stauferstele, eine achtseitige, freistehende Säule aus apulischem Marmor. Sie erinnert an die Staufer und ihre Geschichte, die vom späten 11. Jahrhundert bis in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts reicht.

Stauferstele auf dem Hohenstaufen; Foto: Stadtmarketing Stadt Göppingen

Europaweite Erinnerung.

Gedenksteine für eine berühmte Dynastie

Stauferstelen sind achteckige Säulen, die im Rahmen eines europaweiten Projekts des Komitees der Stauferfreunde an Orten errichtet werden, die mit der Geschichte der Staufer in Zusammenhang stehen. Seit 2000 wurden 20 Stauferstelen in Italien, Frankreich, Deutschland und Österreich aufgestellt, viele weitere Standorte sind in Planung. Seit 2002 befindet sich eine Stauferstele auf dem Hohenstaufen. 

Castel del Monte in Süditalien bei Andria; Foto: wikipedia-gemeinfrei

Das Castel del Monte in Süditalien bei Andria.

Erinnerung an die süditalienische Residenz

Am Ostgipfel des Hohenstaufen befindet sich die 3,20 Meter hohe Stauferstele aus apulischem Marmor. Sie wurde anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Landes Baden-Württemberg und zum 750. Geburtstag Konradins, des letzten Staufers, im Jahr 2002 errichtet. Die achteckige Form erinnert an das Castel del Monte, das staufische Schloss in Süditalien. Ein goldenes Band, das oben die Stele abschließt, symbolisiert die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches.

Deutsch-italienische Inschrift

Die deutsch-italienische Inschrift „Hohenstaufen – ein Berg – eine Burg – eine Dynastie – ein Zeitalter – ein Mythos“ betont die besondere Bedeutung des Ortes. An die staufischen Könige und Kaiser mit ihren Frauen wird in weiteren Inschriften erinnert. Außerdem zu sehen die Klage König Manfreds von Sizilien von 1250 über Tod seines Vaters, Kaiser Friedrichs II.: „Untergegangen ist die Sonne der Welt, die den Völkern leuchtete, untergegangen ist die Sonne der Gerechtigkeit, untergegangen der Hort des Friedens.“ 

Stauferstele auf dem Hohenstaufen; Foto: Saltico GmbH

Erinnerung an das Stauferland.

Erhabener Standort

Vom Standort der Stele aus ist ein wunderbarer Blick auf die Umgebung des Hohenstaufen geboten: das Stauferland. Zu sehen sind die anderen beiden Kaiserberge, der Hohenrechberg und der Stuifen. An schönen Tagen eröffnet sich sogar ein fantastischer bis zu 100 Kilometer weit reichender Panoramablick. 

Gegenüber der Stauferstele können Sie es sich bei einer Rast gemütlich machen. Auch ein Grillplatz ist vorhanden. Wenn Sie gerne einkehren möchten, haben Sie in der Berggaststätte „himmel&erde“, untergebracht in der ehemaligen Schutzhütte des Albvereins, die Möglichkeit dazu.

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