Spaziergang über den Weinbergen

Burgruine Yburg

Eine Sage von der Yburg

Das goldene

Kegelspiel

Sagen von einem Schatz in Form eines goldenen Kegelspiels haben sich auf zahlreichen Burgen überliefert, gerade in Baden-Württemberg. Die Geschichte vom Kegelspiel auf der Yburg gibt es in verschiedenen Versionen.

Die Beleuchtung der Yburg bei Nacht; Foto: Chris Wegehaupt

Nachts ist die Yburg besonders gespenstisch.

Geister auf der Yburg

Kriegsgeschrei, Waffenlärm, Lachen und Wehklagen höre man nachts auf der Yburg, berichtet eine Sage. Harmlose Wanderer würden mit Steinen beworfen. Auf der Burg gingen Geister von Chorherren umher, die einst die Burg erbaut hätten und allesamt ermordet worden seien. Die Geister liebten das Kegelspiel.

Zwölf Männer beim Kegeln

Eines Nachts sah ein Knabe, der Holz sammelte, auf der Burg zwölf Männer in schwarzer Kleidung und mit weißen Bärten. Sie kegelten. Einer von ihnen winkte dem Jungen, er solle die Kegel aufstellen. Er tat es und merkte: Die Kegel waren schwer. Da schlug es in Steinbach Mitternacht und die Männer hörten auf zu spielen. Als Belohnung gaben sie ihm einen gelben Kegel, dann verschwanden sie vor seinen Augen.

Atemberaubender Ausblick auf das Umland bei Nacht.

Die Zeugen der Geschichte.

Verpasste Chance

Der Junge sammelte weiter sein Holz, doch irgendwann wurde ihm der Kegel zu schwer. Nachdem er einen schönen Haufen dürres Holz gefunden hatte, warf er stattdessen den Kegel weg. Als er zu Hause seinem Vater von der Geschichte erzählte, schimpfte dieser – er hätte den Kegel behalten sollen, denn er sei sicher aus Gold gewesen. Als der Junge zurück an die Stelle lief, wo er das Holz gefunden hatte, war der Kegel weg. Nur ein Stück Holz lag da.

TIPP

Der genaue Wortlaut der Sage ist nachzulesen bei August Schnezler, Badisches Sagenbuch, Band II, Karlsruhe 1846.