Imposante Anlage im äussersten Südwesten

Burg Rötteln

Wehrhaft und wohnlich

Die Oberburg

Die Oberburg ist der älteste, wichtigste und höchst gelegene Teil der Burg Rötteln. Hier residierten die Herren der Burg – wenn sie nicht gerade in der Weltgeschichte unterwegs waren. Der Bergfried gibt davon das erste, der mächtige Palas das imposanteste Zeichen.

Der obere Burghof mit Palas, Bergfried und Brunnen; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Bergfried und Palas haben sich erhalten.

Im Burghof

Über eine steile Brücke – früher eine Zugbrücke – und durch das Tor mit dem Wappen der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg gelangt man in den Burghof. Links bewacht ein quadratischer, kräftiger Turm, der sogenannte Giller, den Zugang. Was wie ein Brunnen aussieht, ist die Öffnung der Filterzisterne, in der Regenwasser von den Dächern der Burg gesammelt wurde. Nicht erhalten sind die Gebäude auf der linken Seite: eine Mühle und die um 1500 erbaute Burgkapelle St. Marien.

Fassade des Palas aus Südosten, Burgruine Rötteln; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Hier befand sich einst der große Festsaal.

Ein Palast für die Burgherren

Palas leitet sich vom gleichen lateinischen Wort ab wie Palast. Als Palast lässt sich das mächtige, dreigeschossige Hauptgebäude der Burg tatsächlich bezeichnen. Es entstand in mehreren Abschnitten: zuerst der Alte Bau im Süden, unter dem noch der Weinkeller erhalten ist, dann ein Zwischenbau und der noch größere Neue Bau. Eine Fensterreihe zeigt an, wo sich der Festsaal befand. Kaminansätze, Sitzgelegenheiten in den Fensternischen und Gewölbeansätze zeugen von der einstigen Pracht.

Aussenmauer und Bergfried der Burg Rötteln; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Der Turm als beeindruckendes Machtzeugnis.

Der wehrhafte Bergfried

Der Bergfried der Burg Rötteln erhebt sich an der höchsten Stelle. Seine Mauern sind aus sehr sorgfältig behauenen Quadersteinen errichtet. Er ist wohl als der älteste Teil der Burg anzusehen: Bevor im Spätmittelalter immer prächtigere Wohn- und Festräume entstanden, dienten steinerne Türme im frühen Mittelalter den Adligen als Wohntürme. Der Bergfried und die umgebende Schildmauer bildeten die beiden wichtigsten Wehrelemente der ersten Burg.

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