Imposante Anlage im äussersten Südwesten

Burg Rötteln

Vom Herrschen, Wohnen und Verwalten

Die Anlage

In der Oberburg die herrschaftlichen Bauten, unterhalb die Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden und der Verwaltung: So zeigt ein Stich von Matthäus Merian aus dem Jahr 1644 die Burg Rötteln. Ganz links deuten drei Bäume den Richtplatz auf der neuzeitlichen Schanze an.

Ansicht von Burg Rötteln; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Im Frühjahr durch blühende Obstbaumwiesen.

Wege in die Burg

Wenige Reste der neuzeitlichen Bastionen sind noch beim Aufstieg zur Burg zu erkennen. Von der früheren Schanze, dem sogenannten Kapf, führt der Weg durch das dreifach gestaffelte Südtor in die Vorburg. Der ursprüngliche Zugang war jedoch das alte Haupttor im Nordwesten, das von einem massiven Rundturm, der „Landschaft“, bewacht war. Eine steile Brücke verbindet die Vorburg mit der Oberburg. Im frühen Mittelalter befand sich deren Eingang dagegen an der steilen Schildmauer an der Nordseite.

Luftansicht von Burg Rötteln; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Achim Mende

Die weitläufige Burganlage.

Wirtschaftsgebäude in der Vorburg

Von den zahlreichen Bauten der Vorburg, auf dem Merian-Stich noch zu sehen, sind heute nicht mehr viele erhalten. Entlang der Außenmauern befanden sich zahlreiche Wirtschaftsgebäude. Hier wurde Getreide gedroschen, Vieh gehalten und Pferde beschlagen. Als einziges spätmittelalterliches Gebäude der Vorburg hat sich die viergeschossige Landschreiberei erhalten, in der sich heute das Museum befindet. Eine freie Fläche an der westlichen Ringmauer wird seit 1968 als Bühne für die Burgfestspiele Rötteln genutzt. Die heutige Burgschenke ist ein Neubau.

Östliche Ansicht vom Bergfried der Burg Rötteln; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Nur der Adel und Diener durften hier wohnen.

Wohnsitz in der Oberburg

Die Oberburg war den Burgherren, ihren Gästen und Bediensteten vorbehalten. Rechts an der Landschreiberei vorbei führt heute ein Weg durch die Nordmauer der Vorburg in den Bereich des Halsgrabens zwischen der steilen Ostwand der Oberburg und der später errichteten äußeren Mauer. Hier fällt der Blick von außen auf die imposante Anlage des Palas‘, der mit seinen Fensteröffnungen und Abort-Erkern hoch über den alten Mauern thront.

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