Ausschnitt aus dem Stauferrundbild von Hans Kloss, Kapitelsaal der Klosterkirche von Kloster Lorch

Ein mächtiges Adelsgeschlecht im Mittelalter

Persönlichkeiten: Die Staufer

Ihr politischer Aufstieg führte die Staufer aus der Region um den Hohenstaufen bis nach Italien – zeitweise stellten sie die deutschen Kaiser. Das Wappen der Staufer zeigt drei goldene Löwen auf rotem Grund. Seit 1954 lebt dieses Wappen im Landeswappen von Baden-Württemberg weiter.

Außenansicht der Burg Wäscherschloss mit Mauer und Fachwerk

Erst später entstanden.

War die Burg Wäscherschloss die „Wiege der Staufer“?

Dass die Staufer aus dem Wäscherschloss stammen, ist eine Legende. Sie hatten zuerst Besitz in der Gegend von Nördlingen. Ihr Aufstieg begann im 11. Jahrhundert mit Friedrich von Büren. Dieses Büren wird heute mit Wäschenbeuren gleichgesetzt. Für die Burg Wäscherschloss allerdings lässt sich aus so früher Zeit noch gar kein Nachweis ihrer Existenz finden.

Innenansicht der Burg Wäscherschloss; Foto: Rolf Schwarz

Kluge Heiratspolitik.

Wie schafften die Staufer den Aufstieg?

Friedrich von Büren (um 1020–um 1060/70) war Pfalzgraf in Schwaben und Graf im Riesgau. Er gilt als Stammvater des Adelsgeschlechts der Staufer. Den Staufern gelang es, durch Heiraten innerhalb weniger Generationen Reichtum und Macht zu erwerben und zu vermehren. Der Ausbau der Burg auf dem Hohenstaufen unter Herzog Friedrich I. von Schwaben um 1070 war das sichtbare Zeichen dieser Macht.

Kostümierte Besucher von Burg Wäscherschloss; Foto: Giancinto Carlucci

Hier haben keine Staufer gewohnt.

Wer waren die berühmtesten Staufer?

Die berühmtesten Staufer sind Kaiser Friedrich I. (1122–1190), genannt Barbarossa, der ab 1155 regierte und auf einem Kreuzzug starb, und sein Enkel Kaiser Friedrich II. (1194–1250). Er regierte ab 1220, schon fast am Ende der Epoche der Staufer und residierte vor allem in Italien. Ob die Staufer in Burg Wäscherschloss gewohnt haben, ist nicht nachgewiesen. In der Burg des 13. Jahrhunderts, deren Teile sich im heutigen Wäscherschloss erhalten haben, wohnte jedenfalls kein Mitglied der Herrscherfamilie mehr. 

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