Funde (Kanonenkugeln, Stein) aus dem Bereich der Burg Rötteln neben Rüstung und Wappenschild im Burgmuseum

Was vom mittelalterlichen Alltag übrig blieb

Das Museum

Wie sah das Alltagsleben in der Burg aus? Das Museum in der ehemaligen Landschreiberei, eingerichtet vom Röttelnbund e.V., gibt Auskunft. Viele Alltagsgegenstände aus dem Mittelalter sind hier ausgestellt, gefunden bei Restaurierungsarbeiten an der Burgruine.

Zwei Pferde (Apfelschimmel links und Brauner rechts)

Fortbewegungsmittel der Reichen.

Hoch zu Ross

Sporen, Trensen und Steigbügel: Adlige Burgherren pflegten sich auf dem Pferderücken fortzubewegen. Pfeilspitzen und Kanonenkugeln zeigen, mit welchen Mitteln sie die Burg zu verschiedenen Zeiten verteidigten. Doch die Freiherren und Markgrafen führten nicht ständig Krieg. Sie waren wohlhabend, davon zeugen Münzen – und Türschlösser.

Bäuerliche Arbeitsgeräte, wie Sense oder Spaten, vor mit wildem Wein bewachsenen Gebäude

Auch der Landwirtschaft ist ein Bereich gewidmet.

Vom Alltag in der Burg

Burg Rötteln war Mittelpunkt umfangreicher Landbesitzungen. Im fruchtbaren Markgräfler Land im Oberrheintal, benannt nach den Markgrafen von Hachberg-Sausenberg, wurde Landwirtschaft betrieben. Das Museum zeigt Sensen, Sicheln, Rechen und anderes landwirtschaftliches Gerät. Frauen stickten und nähten: Scheren und Fingerhüte wurden gefunden. Mit der Tischglocke wurde zu den Mahlzeiten gerufen.

Zeichnung aus dem 20. Jahrhundert von der Burg Rötteln aus der Luft im Zustand vor 1678

So hat die Burg wohl einst ausgesehen.

Rötteln im Modell

Seit 1926 hält der Röttelnbund e.V. die Ruine instand. Er hat im stattlichen Bau der ehemaligen Landschreiberei ein Archiv und das Museum eingerichtet, in dem die zahlreichen, bei Restaurierungsarbeiten gefundenen Zeugnisse vergangener Epochen ausgestellt sind. Der Röttelnbund e.V. widmet sich der Erforschung der Geschichte der Burg. Ein Modell vom letzten Zustand der Burg im 17. Jahrhundert, Bilder und weitere Dokumente machen die Geschichte der Burg Rötteln erlebbar.

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