Luftansicht von Burg Rötteln

Die drittgrößte Burgruine Badens

Die Burg

Hoch thront die Burg Rötteln am Rand des Schwarzwaldes. Sie gehört zu den imposanten mittelalterlichen Burganlagen in Südbaden. Die Burg mit dem südlichen Flair bietet eine außerordentliche Aussicht über Lörrach und die Rheinebene bei Basel hinweg bis zu den Alpen.

Reproduktion einer Radierung mit dem Motiv von Schloss Rötteln nach Matthäus Merian: Topographia Germaniae, Elsass aus dem Jahre 1663

Der Ort Ottmarsheim am Fuß der Burg.

Eine gewaltige Anlage

500 Jahre lang bauten drei verschiedene Herrscherfamilien an der mächtigen Anlage: zunächst die Herren von Rötteln, dann die Markgrafen von Hachberg-Sausenberg und zuletzt die Markgrafen von Baden-Durlach. Die Burg erstreckt sich in Nord-Süd-Ausrichtung fast 300 Meter lang auf einem Hügelrücken. Der älteste Teil der Burg befindet sich ganz oben: Bergfried und Schildmauer im Norden bilden den Kern der Burg, von dem aus die Befestigung nach Süden hin immer mehr erweitert wurde.

Unteres Burgtor von Burg Rötteln

Eingang zum Burgareal.

Gut gesichert

Nach Süden, Westen und Osten fiel das Gelände relativ stark ab und musste deswegen kaum gegen Feinde geschützt werden. Nur von Norden, durch den Hügelkamm, drohte Gefahr. Diese Seite wurde besonders befestigt: Man grub hier den Felsen tief ab und baute eine mächtige Schildmauer zur Sicherung der Hauptangriffsseite. Noch im Spätmittelalter ließen die Markgrafen von Baden-Durlach weitere Außenwerke anlegen: Das südliche Ende wurde als sternförmige Schanze ausgebaut. Auf der westlichen Seite entstand die äußere Burgmauer mit mehreren kleinen Bastionen.

Alter Bau und Bergfried von Burg Rötteln

Der obere Burghof lässt vergangene Pracht erahnen.

Herrschaftlich wohnen

Welche Pracht auf der Burg Rötteln einst geherrscht haben muss, zeigt sich im Burghof der Oberburg. Bestens erhalten ist der schräg gestellte, quadratische Bergfried mit seinen meterdicken, sorgfältig gemauerten Sandsteinwänden. An der Ostseite kennzeichnen Fensteröffnungen und Kaminansätze den Komfort im dreigeschossigen Hauptgebäude der Burg, dem Palas. Gegenstände, die im Burggraben gefunden wurden und im Museum zu sehen sind, lassen erahnen, wie dort gelebt und gefeiert wurde.

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