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Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Thursday, 8 February 2018

Barockschloss Mannheim | Sonstige Veranstaltungen

MUSIK AUS DER RESIDENZ UND SONDERFÜHRUNG AM 18.02.

Vor genau 240 Jahren konnte die kurfürstliche Residenz einen prominenten Gast willkommen heißen: Wolfgang Amadeus Mozart. Der Ruf des berühmten Hoforchesters zog viele Musiker an – so auch den 21-jährigen Ausnahmekünstler aus Salzburg. Von Oktober 1777 bis März 1778 hielt er sich in Mannheim auf. Am 18. Februar erinnern die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg an diesen Aufenthalt. In Fortsetzung der Reihe „Musik aus der Residenz“ spielt das Cramer-Quartett unter anderem ein Streichquartett von Wolfgang Amadeus Mozart. Wer sich mehr für die Tafelkultur der Mozartzeit interessiert, kann bei der Führung „Haben eingemachtes Kalbfleisch zum Mittagsmahl genommen“ – einem neuen Rundgang im Rahmen des aktuellen Themenjahrs „Von Tisch und Tafel“ – etwas über das höfische Tafelzeremoniell und die Lieblingsspeisen der Familie Mozart erfahren.

Musik und Lieblingsspeisen: Mozart im Barockschloss am 18. Februar

 

Vor genau 240 Jahren konnte die kurfürstliche Residenz einen prominenten Gast willkommen heißen: Wolfgang Amadeus Mozart. Der Ruf des berühmten Hoforchesters zog viele Musiker an – so auch den 21-jährigen Ausnahmekünstler aus Salzburg. Von Oktober 1777 bis März 1778 hielt er sich in Mannheim auf. Am 18. Februar erinnern die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg an diesen Aufenthalt. In Fortsetzung der Reihe „Musik aus der Residenz" spielt das Cramer-Quartett unter anderem ein Streichquartett von Wolfgang Amadeus Mozart. Wer sich mehr für die Tafelkultur der Mozartzeit interessiert, kann bei der Führung „Haben eingemachtes Kalbfleisch zum Mittagsmahl genommen" – einem neuen Rundgang im Rahmen des aktuellen Themenjahrs „Von Tisch und Tafel" – etwas über das höfische Tafelzeremoniell und die Lieblingsspeisen der Familie Mozart erfahren.

 

PROMINENTER BESUCH AM MANNHEIMER HOF
Unter der Herrschaft von Kurfürst Carl Theodor spielte eine der größten, besten und zugleich innovativsten Hofkapellen Europas in der Kurpfalz. In den Siebzigerjahren des 18. Jahrhunderts zählte sie im Schnitt 75 Musiker. Musikliebhaber aus ganz Europa kamen damals in die Kurpfalz, um die Aufführungen des berühmten Hoforchesters mitzuerleben. So auch der junge – ehemalige – Kapellmeister aus Salzburg: Wolfgang Amadeus Mozart, der sich auf der Suche nach einer Anstellung als Pianist befand. In Mannheim sprach er bei Kurfürst Carl Theodor vor: Von ihm erhielt er zwar keine Zusage, lernte jedoch am Hof den Hofkapellmeister Christian Cannabich kennen. Er wurde für Mozart, der während der Mannheimer Zeit in seinem Haus lebte, ein wichtiger Gesprächspartner und Freund der Familie: Er erteilte Cannabichs Tochter Klavierunterricht und widmete ihr sogar eine Klaviersonate. Mozart schrieb am 8. November 1777 an seinen Vater: „Der Churfürst, sie und der ganze hof, ist mit mir sehr zufrieden."

 

REMINISZENZ AN MANNHEIMS MUSIKALISCHE GLANZZEIT
Sieben kostbare Instrumente aus der musikalischen Glanzzeit der Kurpfalz sind im Trabantensaal des Mannheimer Schlosses zu sehen. In einem weiteren Kammerkonzert in der Reihe „Musik in der Residenz" erklingen vier von ihnen am 18. Februar um 15 Uhr, gespielt vom Cramer-Quartett, im Rittersaal des Schlosses – dort, wo auch die berühmte Hofkapelle vor 250 Jahren ihre Konzerte abhielt. Diesmal bringen die vier Musiker Streichquartette von Christian Cannabich, Ignaz Holzbauer, Georg Joseph Vogler und Wolfgang Amadeus Mozart zur Aufführung und erinnern damit an den Aufenthalt des berühmten Komponisten am Mannheimer Hof. Organisiert und veranstaltet werden die Konzerte von der Gesellschaft für Musikgeschichte in Baden-Württemberg, finanziell unterstützt von den Staatlichen Schlössern und Gärten.

 

NEUE FÜHRUNG ZUR TAFELKULTUR IM 18. JAHRHUNDERT
Bereits um 14.30 Uhr entführt eine neue Sonderführung in die verblüffende Geschichte der Tafelkultur – denn, im Gegensatz zur heute noch auf allen Konzertpodien präsenten Musik des 18. Jahrhunderts betritt man mit der Tischkultur dieser Zeit eine fremde Welt. So war etwa das Essen an einem Hof wie dem von Mannheim beherrscht von Zeremonien und ausgeklügelten Rangordnungen. Exotische Hofämter wie der Vor- oder Aufschneider gehörten dazu ebenso wie ein verschwenderischer Reichtum an Gerichten und kostbarem Tafelgerät. Beim Gang durch die Schlossräume erlebt man im Mannheimer Schloss am 18. Februar um 14.30 Uhr diese besondere Tafelkultur und hört außerdem von den Lieblingsspeisen prominenter Kurpfalz-Besucher – etwa der Familie Mozart –, wie im Titel der Führung angekündigt: „Haben eingemachtes Kalbfleisch zum Mittagsmahl genommen". Am Ende erhalten die Besucherinnen und Besucher ein historisches Rezept.

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